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Reise im Rahmen der "16 Days of Activism against Gender-Based Violence" (2016)

Die UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka reiste im Rahmen der Kampagne "16 Days of Activism against Gender-Based Violence" in verschiedene Länder rund um den Globus. Finden Sie hier einen gegenchronologischen Überblick:

5./6. Dezember, Indien

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka Ngcuka beendete ihre „16 Days of Activism"-Tour mit einem Besuch in Indien am 5./6. Dezember. Bei der hochbesetzten Veranstaltung in Mumbai stellten UN Women und der IMC Chamber of Commerce and Industry (IMC) eine neue Partnerschaft vor, die das Ziel hat, die entscheidende Verbindung zwischen dem wirtschaftlichen Empowerment von Frauen und der Beendigung von Gewalt gegen Frauen einerseits sowie dem dringenden Bedarf an ausreichenden Investitionen in die beiden Zwillingsthemen andererseits zu unterstreichen. Lesen Sie hier die Pressemitteilung (Englisch).

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka Ngcuka; der Präsident der IMC Chamber of Commerce and Industry Deepak Premnarayen; UN Resident Coordinator Yuri Afanasiev, UN Women Mitarbeiter*innen, Aktivist*innen aus der Zivilgesellschaft und andere
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka Ngcuka; der Präsident der IMC Chamber of Commerce and Industry Deepak Premnarayen; UN Resident Coordinator Yuri Afanasiev, UN Women Mitarbeiter*innen, Aktivist*innen aus der Zivilgesellschaft und andere Würdenträger*innen am Gateway of India, Mumbai. Foto: UN Women/Deepak Malik

Als Begleitprogramm zu der Veranstaltung - und zur Feier der "Orange the World"- Kampagne von UN-Women - wurden bekannte Bauwerke Mumbais wie der Gateway of India, der Chhatrapati Shivaji Terminus, das Western Railway-Gebäude und die Universität von Mumbai aus Anlass der "16 Days of Activism to end violence against women" in Orange angestrahlt.

Von links nach rechts: Rebecca Reichmann Tavares, UN Women’s Repräsentantin Indien, Bhutan, Malediven und Sri Lanka; Radhika Nath, Präsidentin, Ladies' Wing IMC; Phumzile Mlambo-Ngcuka, UN Women Exekutiv-Direktorin; Deepak Premnarayen, IMC Präsident;
Von links nach rechts: Rebecca Reichmann Tavares, UN Women’s Repräsentantin Indien, Bhutan, Malediven und Sri Lanka; Radhika Nath, Präsidentin, Ladies' Wing IMC; Phumzile Mlambo-Ngcuka, UN Women Exekutiv-Direktorin; Deepak Premnarayen, IMC Präsident; und Arvind Pradhan, Director General IMC, nach Unterzeichnung des Letter of Proposed Collaboration während des WeUNiTE Events am 6. Dezember. Foto: UN Women/Deepak Malik

Die Konferenz mit dem Titel “WeUNiTE: Investing in Planet 50-50” versammelte führende Repräsentant*innen der Privatwirtschaft und der UN, Genderexpert*innen und Aktivist*innen zu einer Diskussion darüber, wie die Entwicklung von Fertigkeiten, Unternehmer*innentum und Innovation dabei helfen könnten, Geschlechtergerechtigkeit und wirtschaftliches Empowerment von Frauen zu erreichen.

"Gewalt gegen Frauen ist eine grobe Verletzung der Rechte von Frauen und Mädchen und ein Rückschlag für die ganze Gesellschaft. Zudem gibt es eine deutliche und direkte Verbindung zwischen Gewalt gegen Frauen und ihren Möglichkeiten, in effektiver und produktiver Weise an der Wirtschaft teilzuhaben, einschließlich verloren gegangene Arbeitstage, niedrigeres Einkommen, höhere öffentliche Ausgaben und versäumte Chancen auf Bildung, Beschäftigung und politische Teilhabe," so Phumizile Mlambo-Ngcuka. "Zu geringe Investitionen in Geschlechtergerechtigkeit und die Beendigung von Gewalt gegen Frauen kommen uns teuer zu stehen - in Bezug auf die Menschen und wirtschaftlich. Um Gewalt gegen Frauen zu verhindern und zu beenden, müssen alle gesellschaftlichen Schlüsselinstitutionen zusammenarbeiten, um den Opfern und Überlebenden Dienstleistungen anzubieten, fügte sie hinzu. Lesen Sie hier ihre Rede (Englisch). 

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war der ‘Equality Dialogue’ zwischen Frau Mlambo-Ngcuka und Chanda Kochhar, Managing Director und CEO der ICICI Bank Ltd., Indiens größter privater Bank. 

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka mit der indischen Filmschauspielerin Katrina Kaif während des WeUNiTE Events in Mumbai. Foto: UN Women/Deepak Malik
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka mit der indischen Filmschauspielerin Katrina Kaif während des WeUNiTE Events in Mumbai. Foto: UN Women/Deepak Malik

“Ich werde tun, was immer ich in meiner Funktion tun kann, um ein Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit zu schaffen, sagte die indische Filmschauspielerin Katrina Kaif, die als Ehrengast zu der Konferenz eingeladen war.

1.-4. Dezember, Papua-Neuguinea

Am 3. Dezember, ihrem letzten Abend in Papua-Neuguinea (PNG), besuchte UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka das Finale der FIFA U-20 Frauen-Weltmeisterschaft im National Football Stadium in Port Moresby. Zusammen mit dem Partner FIFA ermutigte UN Women die 15.000 Zuschauer*innen des Endspiels zwischen Frankreich und der Demokratischen Volksrepublik Korea, sich der "Orange the World"-Kampagne anzuschließen und Gewalt gegen Frauen zu beenden. Vor dem Anpfiff hörte das Publikum die folgende Botschaft: “Eine von drei Frauen, eines von drei Mädchen, wird im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Eine jede Frau und ein jedes Mädchen hat ein Recht auf eine sichere Welt. Machen Sie mit und stehen Sie mit uns zusammen—Sanap Wantaim—für eine bessere Zukunft, in der es keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt.”

"Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat eine verheerende Wirkung auf unsere Vision einer Welt, in der sich Frauen und Mädchen friedlich neben Männern und Jungen  entfalten und gedeihen können," sagte Frau Mlambo-Ngcuka. "Wir danken der FIFA, dass sie während des gesamten Turniers bei der Sensibilisierungskampagne mitmacht," fügte sie hinzu. 

Vor dem FIFA-Spiel traf die Exekutiv-Direktorin die vier weiblichen Abgeordneten (MP) der Autonomen Region Bougainville - die ehemalige Abgeordnete und derzeitige Vorsitzende des Frauenverbands von Bougainville; Marceline Kokiai, MP für die Zentralregion; Isabel Peta, MP für die südliche Region und Josephine Getsi, Open-Seat und Ministerin für Community Development. Das Treffen konzentrierte sich auf die Bedeutung von Frauen in politischen Führungspositionen. 

(L-R): Isabel Peta-Sougth, Frauenbeautragte für Süd-Bougainville; Josephine Getsi, Ministerin für Community Development und Mitglied des Peit Wahlkreises, UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka; Rose Pihei, Präsidentin des Frauenverbands
(L-R): Isabel Peta-Sougth, Frauenbeautragte für Süd-Bougainville; Josephine Getsi, Ministerin für Community Development und Mitglied des Peit Wahlkreises, UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka; Rose Pihei, Präsidentin des Frauenverbands von Bougainville; Francesca Semoso, Stellvertretende Sprecherin des Bougainville House of Representatives and Frauenbeautragte für Nord-Bougainville und Marcelin Kokiai, Frauenbeauftragte für Zentral Bougainville. Foto: UN Women/Johaness Terra

Frau Mlambo-Ngcuka rief die MPs dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen und ein parteiübergreifenden Gremium ins Leben zu rufen, um Gesetze und politische Initiativen voranzubringen, die das Thema Geschlechtergerechtigkeit und Beendigung von Gewalt gegen Frauen befördern. "Ihr Erfolg ist entscheidend," sagte sie. "Wählen Sie Schlüsselthemen, die Frauen und den Menschen zu Gute kommen und arbeiten Sie so lange daran, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben. Zeigen Sie allen, dass eine Frau, wenn man sie wählt, aktiv wird und etwas vorzuzeigen hat. Ihre Gemeinden sollen wissen, dass Sie nicht nur die Befreierinnen von Frauen sind - Sie sind die Befreierinnen all jener, die Ihre Hilfe benötigen."

Am 2. Dezember nahm UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka an einer auf dem Gerehu-Markt stattfindenden lebhaften Veranstaltung anlässlich der "Orange the World"-Kampagne und der Einweihung eines Busses nur für Frauen (genannt "Meri Seif Bus") teil, der zum “Safe Public Transport for Women and Children Programme” von UN Women gehört. Mit dabei waren Powes Parkop, Gouverneur der National Capital District Commission (NCDC); der Hochkomissar von Australien; der Stellvertretende Hochkomissiar von Neuseeland; Stellvertreter*innen der Europäischen Union und andere Regierungsmitglieder; die Zivilgesellschaft, Jugendliche und Marktverkäufer*innen.

Händlerinnen des Gerehu Market vor dem neuen "Meri Seif Bus". Foto: UN Women/Johaness Terrra
Händlerinnen des Gerehu Market vor dem neuen "Meri Seif Bus". Foto: UN Women/Johaness Terrra

Die Frauen vorbehaltenen Busse sind in Papua-Neuguinea besonders relevant, wo mehr als 90 Prozent der Frauen und Mädchen Opfer von sexueller Gewalt werden, während sie Bus oder Bahn nehmen, so eine Studie von UN Women zur Festlegung des Untersuchungsrahmens aus dem Jahr 2014. Die mit einem Ortungssystem und Uniform tragender Besatzung ausgestatteten Busse sind ein sicheres öffentliches Transportmittel für Frauen und auch ein Ort, an dem sie ihre Sicherheit und Mobilität betreffende Themen diskutieren können. The Frauenbusse werden großzügig von der australischen Regierung in Zusammenarbeit mit UN Women sowie der Ginigoada Bisnis Development Foundation unterstützt. Lesen Sie hier mehr über das Programm (Englisch). 

"Der Bus stellt nur eine vorübergehende Maßnahme dar“, erklärte Gouverneur Powes Parkop während seiner Eröffnungsrede. „Im Moment ist es wichtig, den Frauen Sicherheit zu bieten ... Als Teil der Safe Cities-Initiative wurde Beleuchtung angebracht und die örtliche Polizei angewiesen, regelmäßig auf dem Markt Streife zu fahren. Das ist aber nicht genug. Wir brauchen einen kulturellen Wandel. Männer müssen aufhören, Frauen gegenüber Gewalt anzuwenden, denn das ist nicht richtig," fügte er hinzu. 

(L-R) Frau Bronte Moule, Acting High Commissioner, Australian High Commission; Herr Roy Trivedy, United Nations Resident Coordinator für Papua-Neuguinea; UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka, Frau Miwa Kata and der UN Women Regional Direct
(L-R) Frau Bronte Moule, Acting High Commissioner, Australian High Commission; Herr Roy Trivedy, United Nations Resident Coordinator für Papua-Neuguinea; UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka, Frau Miwa Kata and der UN Women Regional Director for Asia Pacific, Dr. Jeffrey Buchanan, UN Women Papua New Guinea Country Director, bei dem Gerehu Market Safe Cities Event. Foto: UN Women/Johaness Terrra

Bei der Veranstaltung sagte Frau Mlambo-Ngcuka in ihrer Rede: "Das eigentliche Ziel hier ist es, eine "neue Normalität" zu schaffen. Es müssen mehr Männer zusammenstehen und sagen: Wir schlagen keine Frauen. Frauen müssen zusammenstehen und andere Frauen unterstützen. Kinder müssen zusammenstehen und respektvoll sein." Zusammenstehen ist die Kernbotschaft der Sanap Wataim-Kampagne, Papua-Neuguineas Version der "UNiTE to End Violence against Women"-Kampagne des UN Generalsekretärs. 

"Als ich noch die alten Busse nahm, wurde ich von Männern belästigt," erzählte Big Ma Ma Janet Awe, eine Markthändlerin und Vorsitzende des Gordon Market-Händler*innen-Verbands. "Jetzt, wo es die Frauenbusse gibt, können wir auf verschiedene Märkte fahren, ohne uns Sorgen über unsere Sicherheit machen zu müssen." Big Ma Ma Janet Awe und viele andere Händlerinnen berichteten, die Sicherheitslage sei seit der Umsetzung der "Safe Cities"-Initiative von UN Women in Port Moresby wesentlich besser geworden; nicht nur in den Bussen selbst, sondern auch auf den Märkten. 

Diane Kambanei, Exekutiv-Direktorin von YWCA Papua-Neuguinea and UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka auf dem Panel der Australian High Commission Civil Society Diskussion. Photo: UN Women/Johaness Terrra
Diane Kambanei, Exekutiv-Direktorin von YWCA Papua-Neuguinea and UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka auf dem Panel der Australian High Commission Civil Society Diskussion. Photo: UN Women/Johaness Terrra

Im weiteren Verlauf des Tages nahm die Exekutiv-Direktorin zudem an einer vom Hochkommissar Australiens organisierten Podiumsdiskussion über die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft zur Beendigung geschlechtsbezogener Gewalt in PNG teil. Unter den Podiumsgästen waren auch: Diane Kambanei, Exekutiv-Direktorin des YWCA, PNG; Janet Benabo, Direktorin der Rural Urban Development Foundation und Jacqui Joseph, Country Programme Manager bei Equal Playing Field, PNG. Die Diskutant*innen sprachen über verschiedene Ideen und Ansätze, darunter etwa Straffreiheit zu bekämpfen und sicherzustellen, dass Täter*innen bestraft werden, Frauen und Jugendliche zu stärken und sportbasierte Interventionen zu unterstützen, die Geschlechtergerechtigkeit befördern. Die Exekutiv-Direktorin betonte, wie wichtig es sei, in Projekte zu investieren, die Gewalt gegen Frauen und Mädchen oder das diesbezügliche Zusammenwirken mit Männern und Jungen zum Ziel haben. Lesen Sie ihre Rede (Englisch).

Auf einer Pressekonferenz sprach Frau Mlambo-Ngcuka mit mehr als 20 Medienvertrer*innen aus PNG und ermutigte sie zur Berichterstattung über Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen, und zwar insbesondere über kritische Punkte wie die Benachteiligung von Frauen bei Führungspositionen und politischer Teilhabe sowie Gewalt im Zusammenhang mit Hexenjagden in PNG. 

Phumzile Mlambo-Ngcuka zeichnete Jay Lieasi mit einem HeForShe Pin als HeForShe Champion aus, um sein Engagement für die Sanap Wantaim Kampagne und seinen Einsatz für das Ende von Gewalt gegen Frauen zu würdigen. Foto: UN Women/Johaness Terrra
Phumzile Mlambo-Ngcuka zeichnete Jay Lieasi mit einem HeForShe Pin als HeForShe Champion aus, um sein Engagement für die Sanap Wantaim Kampagne und seinen Einsatz für das Ende von Gewalt gegen Frauen zu würdigen. Foto: UN Women/Johaness Terrra

Der Tag wurde durch das Abschlusskonzert der Sanap Wantaim (Stand Together)-Kampagne im Aquatic Centre in Port Moresby beschlossen.  Die Veranstaltung brachte bekannte Musiker*innen, Aktivist*innen sowie ein etwa 900 Personen zählendes Publikum zusammen. Ihr Anliegen: die Botschaft, dass Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, zusammenstehen sollen, um die Stadt für alle sicher zu machen. Das Konzert fand am Vorabend des Endspiels der FIFA U-20 Frauen-Weltmeisterschaft statt, die unter dem Motto des Thema "Gewalt gegen Frauen und Mädchen beendigen" stand. 

Am 1. Dezember, dem Weltaids -Tag, war UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka in Port Moresby, Papua-Neuguinea, um Journalist*innen für ihre hervorragende Berichterstattung im Zusammenhang mit HIV und AIDS sowie geschlechtsbezogener Gewalt auf dem gemeinsam mit UNAIDS organisierten 2016 Annual Media Awards auszuzeichnen. 

(L-R) Alexander Rheeney, Post Courier Newspaper; Florence Jonduo, EM TV Olsem Wanem programme; Grace Auka Salmang, Post Courier Newspaper und Deborah Pranis, EM TV Olsem Wanem Progamme posieren gemeinsam mit UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ng
(L-R) Alexander Rheeney, Post Courier Newspaper; Florence Jonduo, EM TV Olsem Wanem programme; Grace Auka Salmang, Post Courier Newspaper und Deborah Pranis, EM TV Olsem Wanem Progamme posieren gemeinsam mit UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka mit ihren Media Awards. Foto: UN Women/Johaness Terra

Papua-Neuguinea verzeichnet eine der höchsten Prävalenzen von HIV und geschlechtsgezogener Gewalt weltweit. Laut eines vor kurzem veröffentlichten Berichtes (Englisch) des UN Women Regional Office für Asien und die Pazifikregion sind HIV und geschlechtsbezogene Gewalt zutiefst miteinander verbunden. Geschlechtsbezogene Gewalt erhöht das Risiko, sich mit HIV anzustecken, da sie den Frauen die Möglichkeit nimmt, über Geschlechtsverkehr mit Kondom zu verhandeln. Gleichzeitig erleiden Menschen mit HIV besonders drastische Form von geschlechtsbezogener Gewalt. Beide Themen sind stark stigmatisiert und die vielen mit HIV lebenden Frauen, die Opfer geschlechtsbezogener Gewalt werden, suchen sich aus Angst vor Diskriminierung keine Hilfe. 

Zu den Empfänger*innen der 2016 Annual Media Awards gehörte Florence Jonduo, die die Auszeichnung für ihren Bericht über HIV-positive Transgender-Frauen erhielt, Alexander Rheeney für den besten Leitartikel, Grace Auka für herausragende Berichterstattung und Deborah Prantis, der der 1. Preis für herausragende Berichterstattung über geschlechtsbezogene Gewalt in ihrer Fernsehsendung verliehen wurde. Lesen Sie hier mehr (Englisch).

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka trifft Powes Parkop, Gouverneur des National Capital District, Port Moresby, Papua-Neuguinea. Foto: UN Women/Johaness Terra
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka trifft Powes Parkop, Gouverneur des National Capital District, Port Moresby, Papua-Neuguinea. Foto: UN Women/Johaness Terra

Dies war der erste Papua-Neuguinea Besuch der Exekutiv-Direktorin. Bei ihrer Ankunft traf sie den Gouverneur der National Capital District-Kommission (NCDC), Powes Parkop, um mit ihm über die Zusammenarbeit zwischen UN Women und der NCDC bezüglich der Safe Cities-Initiative und der Sanap Wataim-Kampagne, der örtlichen Version der UNiTE-Kampagne des UN-Generalsekretärs zu diskutieren. Gouverneur Parkop berichtete zudem über den Marsch zum Parlamentsgebäude am 25. November, an dem Tausende von Menschen teilnahmen, um im Rahmen der "16 Days of Activism"-Kampagne mehr Aufmerksamkeit für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen zu fordern.  

In den kommenden Tagen wird Frau Mlambo-Ngcuka zudem auf dem Sanap Wataim/UNiTE -Konzert sprechen, das von Powes Parkop, dem Gouverneur des National Capital District, ausgerichtet wird; sie wird bei der Einweihung des neuen, nur für Frauen und Kinder gedachten “Meri Seif Bus” dabei sein, der Teil der "Safe Cities"-Initiative ist; und das Finale der FIFA U-20 Frauen-Weltmeisterschaft besuchen, deren offizielles Motto "Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen" ist. Lesen Sie weiter (Englisch).

28 - 30 November, Malaysia

Vom 28. – 30. November bereist die Exekutiv-Direktorin Malaysia um an dem 8. "Pan-Commonwealth Forum on Open Learning" teilzunehmen, das vom Commonwealth of Learning (COL) und der Open University Malaysia (OUM) ausgerichtet wird. Das Forum, dessen Thema "Open, Online and Flexible Learning: The Key to Sustainable Development" ist, bringt Expert*innen im Bereich open and distance learning (ODL) zusammen um Ideen und Best-Practice-Beispiele auszutauschen.

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka setzt ihre Reise im Rahmen der “16 Days of Activism”- Kampgane mit einem Besuch in Malaysia fort. Foto: Open University Malaysia
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka setzt ihre Reise im Rahmen der “16 Days of Activism”- Kampgane mit einem Besuch in Malaysia fort. Foto: Open University Malaysia

Bei einer öffentlichen Vorlesung zu der Frage wie sichergestellt werden könne, dass die Nachhaltigen Entwicklungsziele ihre Versprechen in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit einhalten und die von der Ministerin für Women, Family and Community Development ausgerichtet wurde, sagte die Exekutiv-Direktorin: "Ein Kind, das in 10 Jahren geboren wird, sollte uns fragen: ‚Ist es wahr, dass Frauen massiv diskriminiert wurden?‘. Denn dann sollte Ungleichheit die Ausnahme von der Regel sein und die nächste Generation sollte in einer Welt leben, die von dieser Form der Diskriminierung frei ist. Wir haben es in der Hand, das zu erreichen. Wir sind die erste Generation, die die Möglichkeit hat, dies Realität werden zu lassen.“ Lesen Sie hier ihre ganze Rede (Englisch). 

Frau Mlambo-Ngcuka hielt zudem eine Keynote (Englisch) bei dem 8. "Pan-Commonwealth Forum on Open Learning" in Kuala Lumpur. 

Die Exekutiv-Direktorin unterzeichnete ferner eine Absichtserklärung zwischen UN Women und der Commonwealth of Learning, die das Vorantreiben der Geschlechtergleichstellung und die Stärkung von Frauen und Mädchen durch Bildung zum Ziel hat. 

24. – 26. November, Liberia

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka begonn ihre Reise im Rahmen der “16 Days of Activism against Gender-Based Violence” Kampagne, einer weltweiten Kampagne die vom 25. November bis zum 10. Dezember andauert, mit einem Besuch in Liberia. Während ihres Besuches nahm die Exekutiv-Direktorin an einer hochrangigen Podiumsdiskussion zum Thema Stärkung von Frauen und Mädchen und Frauen in Führungspositionen teil – gemeinsam mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau.

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka, die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und der kanadischen Premierminister Justin Trudeau bei einer hochrangigen Podiumsdiskussion zum Thema Stärkung von Frauen und Mädchen und Frauen in
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka, die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und der kanadischen Premierminister Justin Trudeau bei einer hochrangigen Podiumsdiskussion zum Thema Stärkung von Frauen und Mädchen und Frauen in Führungspositionen. Foto: UN Women/Winston Daryoue

“Das Andauern von [Lohn-] Ungleichheit bei gleicher Arbeit ist eine Verletzung ihrer Rechte. Es gibt eine Reihe von entscheidenden und spezifischen Veränderungen, die die Wirtschaft nötig hat. Es ist entscheidend, dass die Gesetzgebung in den mehr als 100 Ländern, die noch diskriminierende Gesetze haben, angegangen wird“ sagte Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka.

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka  trifft sich mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Foto: UN Women/Winston Daryoue
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka trifft sich mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Foto: UN Women/Winston Daryoue

„Wir wissen, dass wir wenn wir Frauen stärken, wenn wir Frauen respektieren und wir für die Rechte unserer Schwestern, Töchter, Ehefrauen, Freundinnen, Mütter und Großmütter, kämpfen, für die gesamte Gesellschaft kämpfen“, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau. Er verkündete, dass Kanada im Verlauf von fünf Jahren 10 Millionen US-Dollar bereitstellen wird, angefangen in 2016-2017, um die Arbeit von UN Women im westlichen Afrika, inklusive Liberia, zu unterstützen. Die Unterstützung wird sich vor allem auf Schwerpunktbereiche wie die Erhöhung des Frauenanteils in Politik und Regierung beziehen und weibliche Führungskräfte dabei unterstützen, Geschlechtergleichheit voranzutreiben.  

UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka   mit Lena Nordström, der schwdischen Botschafterin in Liberia (Mitte). Foto: UN Women/Winston Daryoue
UN Women Exekutiv-Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka mit Lena Nordström, der schwdischen Botschafterin in Liberia (Mitte). Foto: UN Women/Winston Daryoue

Bei ihrem Treffen mit der Botschafterin von Schweden, Lena Nordström, betonte die Exekutiv-Direktorin die starke Partnerschaft von Schweden und UN Women. Während des Treffens besprachen sie die andauernde Unterstützung von Schweden für die UN Women Country Office Strategic Note und das Joint Programme on Sexual and Gender-Based Violence in Liberia, zu dem Schweden großzügige 60 Millionen SEK über drei Jahre beitrug. Die Exekutiv-Direktorin würdigte zudem Schweden für die koordinierende Rolle bei dem Donor Partners Forum on Gender, ein Mechanismus, der alle Geber*innen zusammenbringt, um sich darüber zu beraten was die strategischen Prioritäten und Investitionen sein sollen, inklusive der Fortschritte im Bereich Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung von Frauen. Auf globalem Level bleibt Schweden ein zentraler Partner von UN Women, der zudem zu UN Womens Gesamtbudget beiträgt. 

Das Gebäude des Ministry of Gender, Children and Social Protection in Monrovia, Liberia, wird orange erleuchtet für die “16 Days of Activism”. Foto: UN Women/Winston Daryoue
Das Gebäude des Ministry of Gender, Children and Social Protection in Monrovia, Liberia, wird orange erleuchtet für die “16 Days of Activism”. Foto: UN Women/Winston Daryoue

Am Abend des 24. November launchte Frau Mlambo-Ngcuka die “16 Days of Activism”- Kampagne, indem sie das Gebäude des Ministry of Gender Children and Social Protection in Monrovia, Liberia, orange erstrahlen ließ. 

Die “16 Days of Activism Against Gender-Based Violence” ist eine weltweite Kampagne, die jedes Jahr von Regierungen, dem UN-System, Aktivist*innen und Organisationen begangen wird. Das Thema dieses Jahres ist ‘Färb die Welt Orange: Hilf uns, Spenden zu sammeln, um Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu beenden“ und ruft dazu auf, symbolträchtige Gebäude rund um die Welt in Orange erleuchten zu lassen, um ein globales Bewusstsein zu schaffen und Ressourcen einzuwerben, um der Pandemie der Gewalt gegen Frauen überall ein Ende zu setzen.