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Das Ziel 16

Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklungfördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Friedliche und inklusive Gesellschaften halten Rechtsstaatlichkeit aufrecht und sichern einen gleichberechtigten Zugang zu den Gerichten. Sie schützen Menschen vor allen Formen von Gewalt, einschließlich geschlechtsspezifischer Gewalt. Sie dämmen Korruption und organisierte Kriminalität ein. Die Entscheidungsfindung im Rechtsstaat ist auf allen Ebenen inklusiv und reaktionsschnell und grundlegende Freiheiten werden hoch veranschlagt. Gesetze und Politik funktionieren ohne Diskriminierung. In Zeiten von Kriegen und Konflikten haben Frauen oftmals geringere Möglichkeiten zur Verfügung sich selbst zu beschützen. Gemeinsam mit Kindern machen sie den größten Anteil an der Vertriebenen- und Flüchtlingsbevölkerung aus. Sexuelle Gewalt als Taktik der Kriegsführung zielt speziell auf die Gruppe der Frauen ab.

Frauen haben große Schritte in Bezug auf ihre Repräsentanz bei Prozessen politischer Entscheidungsfindung sowohl bei Friedensprozessen als auch in der allgemeinen Regierungsführung gemacht. Dennoch zeigen die Zahlen beständige Ungleichheit. Von 1992 bis 2011 waren nur 9 Prozent der Verhandelnden am Tisch eines Friedensgesprächs Frauen. Dies, trotz der einschneidenden Resolution Nummer 1325 des UN Sicherheitsrats im Jahr 2000. Hier wurde anerkannt, dass es von Wichtigkeit sei, Frauen eine zentrale Rolle einzuräumen. Nur 22 Prozent aller nationalen Parlamentarier sind nach Zahlen aus dem August 2015 weiblich.

Für Frauen vieler Gesellschaften wird die Hoffnung auf Frieden durch geschlechtsspezifische Gewalt untergraben. 98 Prozent der geschätzten 4,5 Millionen Menschen, die in sexuelle Ausbeute gezwungen werden, sind Frauen. Die Geschlechterdiskriminierung in Rechtssystemen beruht auf dem Absehen von Strafe für Täter geschlechtsbezogener Gewalt.

Durch vollendeten und ausnahmslosen Schutz der Rechte von Frauen in allen Gesetzen und in der Rechtsanwendung können friedliche und inklusive Gesellschaften erreicht werden.

UN Women fördert Frieden und Inklusion. Die Organisation stützt das Engagement von Frauen in allen Aspekten von Friedensverhandlungen, Peacebuilding und Wiederaufbau inklusiver Gesellschaften. Die Organisation bildet sog. Peacekeepers - Friedenswächter aus, konfliktbedingte sexuelle Gewalt aufzuspüren, ihr zu begegnen und sie zu stoppen. Andere Bemühungen von UN Women zielen auf gendersensible Reformen von Justizsystemen und Sicherheitsinstitutionen, den universellen Zugang zu den Gerichten, die Einführung oder Durchsetzung von Gesetzen gegen Gewalt gegen Frauen und die Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen, die vollumfänglich die Bedürfnisse von Frauen treffen.

Die konkreten Zielsetzungen sind:

16.1 Alle Formen der Gewalt und die gewaltbedingte Sterblichkeit überall deutlich verringern 
16.2 Missbrauch und Ausbeutung von Kindern, den Kinderhandel, Folter und alle Formen von Gewalt gegen Kinder beenden 
16.3 Die Rechtsstaatlichkeit auf nationaler und internationaler Ebene fördern und den gleichberechtigten Zugang aller zur Justiz gewährleisten 
16.4 Bis 2030 illegale Finanz- und Waffenströme deutlich verringern, die Wiedererlangung und Rückgabe gestohlener Vermögenswerte verstärken und alle Formen der organisierten Kriminalität bekämpfen 
16.5 Korruption und Bestechung in allen ihren Formen erheblich reduzieren 
16.6 Leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und transparente Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
16.7 Dafür sorgen, dass die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv, partizipatorisch und repräsentativ ist 
16.8 Die Teilhabe der Entwicklungsländer an den globalen Lenkungsinstitutionen erweitern und verstärken
16.9 Bis 2030 insbesondere durch die Registrierung der Geburten dafür sorgen, dass alle Menschen eine rechtliche Identität haben 
16.10 Den öffentlichen Zugang zu Informationen gewährleisten und die Grundfreiheiten schützen, im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und völkerrechtlichen Übereinkünften  
16.a Die zuständigen nationalen Institutionen namentlich durch internationale Zusammenarbeit beim Kapazitätsaufbau auf allen Ebenen zur Verhütung von Gewalt und zur Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität unterstützen, insbesondere in den Entwicklungsländern 
16.b Nichtdiskriminierende Rechtsvorschriften und Politiken zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung fördern und durchsetzen

Übersetzung durch die Vereinten Nationen, hier jedoch nicht im generischem Maskulinum.