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Das Ziel 10

Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Sogar in Zeiten steigenden ökonomischen Wachstums haben sich Ungleichheiten zwischen Ländern und innerhalb vieler Länder ausgeweitet. Ungleiche Verhältnisse, verursacht durch Maßnahmen innerhalb von Ländern und in der Weltwirtschaft, sind ungerecht und schwächen die soziale Struktur.

Viele Frauen sind heutzutage erwerbstätig, arbeiten in Politik und in Führungsrollen, und brechen Stereotype und soziale Tabus. Doch Geschlechterdiskriminierung macht Frauen immer noch anfällig für starke Ungleichheit. Auf globaler Ebene verdienen Frauen 24% weniger als Männer, dies variiert auf Länderebene. Frauen arbeiten außerdem häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen als Männer – in Entwicklungsländern sind 75% der Beschäftigungsverhältnisse, die Frauen machen, informell und ohne Schutz. 83% aller Hausangestellten weltweit sind Frauen – die meisten von ihnen haben keinen rechtlichen Anspruch auf Mindestlohn.

Geschlechterdiskriminierung kann sich mit anderen Arten der Diskriminierung überschneiden und die Last der Ungleichheiten vervielfachen, so zum Beispiel bezüglich Alter, Behinderung, Ethnie, ökonomischen Status usw. Soziale Normen, die dazu führen, dass Frauen wie zweite-Klasse Bürger behandelt werden, führen in vielen Fällen  zu strukturellen Hürden, die den Fortschritt behindern,  wie beispielweise zu Gesetzen, die Täter von geschlechter-basierten Gewalttaten nicht bestrafen. Oder öffentliche Haushalte, die nicht die Leistungen finanzieren, die Frauen am meisten brauchen.

Egal, ob es um Steuerpolitik oder sichere Migration oder verbesserte Regulierung der globalen Finanzmärkte geht – es muss erkannt werden, wenn die Ergebnisse für Frauen und Männer unterschiedlich und potentiell ungerecht sind. Nur dann können wohlüberlegte Aktionen in Angriff genommen werden, diese innerhalb und zwischen Ländern zu korrigieren.

UN Women arbeitet daran Ungleichheiten innerhalb und zwischen Ländern abzubauen, durch Fürsprache für menschenwürdige Arbeit, sozialen Schutz und geschlechter-sensible Wirtschaftspolitik weltweit. UN Women legt den Fokus auf die Stärkung von Frauen und die Reduzierung von Geschlechterdiskriminierung in allen Bereichen, sowohl durch eine Aufhebung diskriminierender Gesetze, Richtlinien und Maßnahmen als auch durch das Vorantreiben geeigneter Gesetzgebungen, Richtlinien und Aktionen. UN Women fördert eine beschäftigungspolitik, die die Arbeitsmarktbedingungen verbessert und menschenwürdige Arbeit für Frauen voranbringt, und die sicherstellt, dass ausländische Hausangestellte sicher einwandern können und sozialversichert werden.

Die konkreten Zielsetzungen sind:

10.1 Bis 2030 nach und nach ein über dem nationalen Durchschnitt liegendes Einkommenswachstum der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung erreichen und aufrechterhalten  
10.2 Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern  
10.3 Chancengleichheit gewährleisten und Ungleichheit der Ergebnisse reduzieren, namentlich durch die Abschaffung diskriminierender Gesetze, Politiken und Praktiken und die Förderung geeigneter gesetzgeberischer, politischer und sonstiger Maßnahmen in dieser Hinsicht 
10.4  Politische Maßnahmen beschließen, insbesondere fiskalische, lohnpolitische und den Sozialschutz betreffende Maßnahmen, und schrittweise größere Gleichheit erzielen  
10.5 Die Regulierung und Überwachung der globalen Finanzmärkte und -institutionen verbessern und die Anwendung der einschlägigen Vorschriften verstärken  
10.6 Eine bessere Vertretung und verstärkte Mitsprache der Entwicklungsländer bei der Entscheidungsfindung in den globalen internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen sicherstellen, um die Wirksamkeit, Glaubwürdigkeit, Rechenschaftslegung und Legitimation dieser Institutionen zu erhöhen 
10.7 Eine geordnete, sichere, reguläre und verantwortungsvolle Migration und Mobilität von Menschen erleichtern, unter anderem durch die Anwendung einer planvollen und gut gesteuerten Migrationspolitik  10.a Den Grundsatz der besonderen und differenzierten Behandlung der Entwicklungsländer, insbesondere der am wenigsten entwickelten Länder, im Einklang mit den Übereinkünften der Welthandelsorganisation anwenden 
10.b Öffentliche Entwicklungshilfe und Finanzströme einschließlich ausländischer Direktinvestitionen in die Staaten fördern, in denen der Bedarf am größten ist, insbesondere in die am wenigsten entwickelten Länder, die afrikanischen Länder, die kleinen Inselentwicklungsländer und die Binnenentwicklungsländer, im Einklang mit ihren jeweiligen nationalen Plänen und Programmen  
10.c Bis 2030 die Transaktionskosten für Heimatüberweisungen von Migranten auf weniger als 3 Prozent senken und Überweisungskorridore mit Kosten von über 5 Prozent beseitigen   

Übersetzung durch die Vereinten Nationen, hier jedoch nicht im generischem Maskulinum.