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Solar-Energie in Tansania: Eisha Mohammed

Solarenergie in Mjimwema

Photo: UN Women/Stephanie Raison

Für mich war es immer sehr schwer, auf den Feldern zu arbeiten - aber jetzt kann ich einfach in mein Büro, die Werkstatt für Solartechnik gehen. Wenn ich ankomme, sortiere ich zuerst meine Werkzeuge und fange dann an, die ersten Laternen zu reparieren. Dort zu sitzen und das Solar-Equipment zu reparieren, ist eine großartige Aufgabe für mich und ich bin wirklich gut darin. Auch, wenn ich eine Behinderung habe, habe ich es geschafft, aus meinem Dorf zu kommen. Ich bin bis in die nächste Stadt (Mtwara) und sogar in ein anderes Land, Indien, gereist, um dort Ingenieurswesen am Barefoot College zu studieren.

Auch wenn es am Anfang wirklich schwer war, habe ich letztendlich doch die nötigen Fähigkeiten erlernt und jetzt kann ich mit diesem Wissen meinem Dorf helfen. Manchmal weigern sich die Menschen, mich für meine Arbeit zu bezahlen. Es gibt immer noch Personen in meinem Dorf, die meine Arbeit nicht respektieren. Auch wenn mein Ehemann mich als Ingenieurin anerkennt, machen dies viele andere Männer nicht. Aber viele von Ihnen sind jetzt auch ziemlich glücklich darüber, dass wir ihnen das neue Solar-Equipment nicht nur installieren – und so Licht und Elektrizität in ihre Häuser bringen – sondern es auch reparieren, wenn es kaputt geht.

Früher war unser ganzes Dorf nach Sonnenuntergang dunkel, aber jetzt gibt es Licht. Gerade kamen zwei Kinder, um eine Solar-Laterne abzuholen, die ich für sie repariert habe, und sie haben sich so gefreut. Heute Abend werden sie ihre Hausaufgaben machen können.

Eisha Mohammed, 41, ist Solar-Ingenieurin, die in Mjimwema, einem Dorf im Süden Tansanias lebt und arbeitet. Sie hat eine sechs Monate lange Ausbildung am Barefoot College in Indien absolviert um Ingenieurin zu werden, welche von UN Women und der indischen Regierung unterstützt wird. Eishas Arbeit repräsentiert das Sustainable Development Goal 7, welches bezahlbare, verlässliche, moderne und nachhaltige Energie für alle sicherstellen soll, aber auch das SDG 17, welches für die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in südlichen Entwicklungsländern steht.

Diese Übersetzung wurde durch die ehrenamtliche Mitarbeit von Alicia Göckel erstellt.