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Aus meiner Sicht: Abby Wambach

"Die meisten professionellen Athletinnen müssen nach ihrer aktiven Laufbahn einen anderen Job annehmen"

Photo: UN Women/Ryan Brown

„Wenn du glaubst unfair behandelt zu werden, dann warte nicht darauf von der Angst gelähmt zu werden, sondern nimm es selbst in die Hand.
Als fester Bestandteil des Systems, fällt dir oftmals gar nicht auf, dass du schlechter behandelt wirst als andere. Du bist dankbar, dabei zu sein und einen Platz am Tisch zu haben.
Nach Beendigung meiner Karriere blickte ich zurück und merkte, dass ich mehr Tore geschossen hatte als viele Männer, jedoch deutlich geringer bezahlt wurde.
Die meisten professionellen Athletinnen müssen nach ihrer aktiven Laufbahn einen anderen Job annehmen. Ich dachte wow, ich hätte mich mehr einbringen müssen. Ich hätte mich mehr wehren müssen.
Fußball sollte auf Naturrasen und nicht auf Kunstrasen gespielt werden. Die Verletzungsgefahr ist auf dem Kunstbelag wesentlich höher; man muss vorsichtiger sein und kann nicht sein richtiges Spiel ausleben. Die FIFA hat es abgelehnt die Stadien während der Frauenfußball Weltmeisterschaft 2015 mit Naturrasen zu belegen obwohl wir es verdient hätten.
Außerdem bekamen wir von der FIFA eine 17-18 mal geringere Siegprämie, als die Männer bei ihrer WM 2014.
Das Problem ist nicht nur der große finanzielle Unterschied, sondern auch die unterschiedlichen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, die eine Wahrnehmung als Gleichgestellte erschweren.
In jedem Sportteil der weltweiten Tageszeitungen sieht man vor allem Männer in Aktion. Deshalb geht meine Bitte an die Medien: Schreibt mehr über Frauen im Sport, stellt sicher, dass Sportlerinnen wahrgenommen werden!“

Abby Wambach, Sportikone, zweifache olympische Goldmedaillengewinnerin und Weltmeisterin, äußerte sich gegen ungleiche Gehälter beim UN Women High-Level Event über Gleichstellung der Geschlechter und globalem Call to Action für gleiche Bezahlung anlässlich der 60. Sitzung der UN Kommission zur Stellung der Frau. Ihre Geschichte lässt sich direkt mit dem Nachhaltigen Entwicklungsziel Nr. 8 verbinden, da sie sich für ein gesamtheitliches und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, volle und produktive Beschäftigung und eine annehmbare Arbeit für alle Frauen und Männer, inklusive gleicher Gehälter, einsetzt.