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Die Resolution 1325 mit der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“

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UN Sicherheitsratsresolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“

Wesentliche Elemente sind der besondere Schutz von Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten sowie die Stärkung der Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen und Institutionen bei der Bewältigung und Verhütung von Konflikten. Frauen sind dabei nicht nur Opfer, sondern sie übernehmen die Rolle aktiver Akteurinnen in friedensschaffenden Prozessen der Nachkriegsgesellschaften. Eine dieser Frauen ist Leymah Gbowee.

Zitatkachel: "We succeeded when no one thought we would, we were the conscience of the ones who had lost their consciences in their quest of power and political leadership".

Eine andere ist Dr. Arya Khadka – sie ist eine nepalesische Friedenssoldatin, die in der zentralafrikanischen Republik als Stabsärztin arbeitet. Dort werden gegenwärtig Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung des Covid-19 Ausbruchs durchgeführt. Sie und ihr Team klären die Truppen über Symptome von Covid-19 und Maßnahmen zur Bekämpfung auf. Außerdem leisten sie medizinische Dienste für lokale Gemeinschaften.

Beteiligung von Frauen an allen Aspekten von Friedens- und Sicherheitspolitik

applaudierende Frau. Text im Bild: 20 Jahre Resolution 1325

Am 30. Oktober 2000 wurde die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedet. Mit der Annahme dieser bahnbrechenden Resolution soll der UN-Sicherheitsrat (UNSC) die Beteiligung von Frauen in internationalen Friedens- und Sicherheitsprozessen zu einem Herzstück seines Mandats machen. Die Resolution 1325 und ihre Nachfolgeresolutionen 1820188818891960
210621222242, die von Deutschland 2019 eingebrachte Nachfolgeresolution 2467 sowie die Resolution 2493 sehen vor, dass Frauen in allen internationalen, nationalen und regionalen Entscheidungsgremien und Mechanismen zur Vermeidung, Behandlung und Lösung von Konflikten stärker repräsentiert sein müssen: Hierzu zählen die aktive Partizipation von Frauen an Friedensverhandlungen, die Integration ihrer Belange in das Mandat der UN-Friedensmissionen sowie der stärkeren personellen Beteiligung von Frauen in militärischen und zivilen Kontexten. Zudem wird von allen staatlichen und nicht-staatlichen Kriegsakteur*innen verlangt, dass umfassende Maßnahmen zur Gewaltprävention und Strafverfolgung der Täter*innen eingeleitet werden. Die Resolution ist völkerrechtlich bindend. 

Informieren Sie sich auch über die Umsetzung der Resolution 1325 in Deutschland.

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums stand am „Internationalen Tag der UN-Friedenssoldat*innen" am 29.05.2020 „Women in Peacekeeping: A Key to Peace“ und die Ehrung der Friedenssoldatinnen im Mittelpunkt.

Die Umsetzung der Resolution 1325

Im Jahr 2015 hat Schweden als erstes Land weltweit eine feministische Außenpolitik eingeführt. Dem folgte Kanada im Jahr 2017, mit der Ankündigung, von nun an eine feministische Außenpolitik zu verfolgen. Auch Mexiko verfolgt seit 2020 eine feministische Außenpolitik.

Deutschland ist seit 2019 nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und hat die Möglichkeit, die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ stärker voranzutreiben und Frauen als Gestalterinnen der Friedens- und Sicherheitspolitik anzuerkennen. Jedoch gibt es bis heute noch großen Handlungsbedarf.

Lesen Sie auch die Aufforderung an die G7-Länder zur Umsetzung einer feministischen Außenpolitik von UN Women und anderen Vertreter*innen.

Weiteres Informationsmaterial zur UN-Resolution 1325 "Frauen, Frieden und Sicherheit"

Stand Juni 2020

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