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Beteiligung von Frauen an allen Aspekten von Friedens- und Sicherheitspolitik

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UN Sicherheitsratsresolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“

Wesentliche Elemente sind der besondere Schutz von Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten sowie die Stärkung der Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen und Institutionen bei der Bewältigung und Verhütung von Konflikten. Frauen sind dabei nicht nur Opfer, sondern sie übernehmen die Rolle aktiver Akteurinnen in friedensschaffenden Prozessen der Nachkriegsgesellschaften. Eine dieser Frauen ist Leymah Gbowee.

Beteiligung von Frauen an Frieden, Sicherheit und Krisenbewältigung

Am 30. Oktober 2000 wurde die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedet. Mit der Annahme dieser bahnbrechenden Resolution soll der UN-Sicherheitsrat (UNSC) die Beteiligung von Frauen in internationalen Friedens- und Sicherheitsprozessen zu einem Herzstück seines Mandats machen. Die Resolution 1325 und ihre Nachfolgeresolutionen 1820188818891960
210621222242, sowie die von Deutschland eingebrachte Nachfolgeresolution 2467 sehen vor, dass Frauen in allen internationalen, nationalen und regionalen Entscheidungsgremien und Mechanismen zur Vermeidung, Behandlung und Lösung von Konflikten stärker repräsentiert sein müssen: Hierzu zählen die aktive Partizipation von Frauen an Friedensverhandlungen, die Integration ihrer Belange in das Mandat der UN-Friedensmissionen sowie der stärkeren personellen Beteiligung von Frauen in militärischen und zivilen Kontexten. Zudem wird von allen staatlichen und nicht-staatlichen Kriegsakteur*innen verlangt, dass umfassende Maßnahmen zur Gewaltprävention und Strafverfolgung der Täter*innen eingeleitet werden. Die Resolution ist völkerrechtlich bindend. 

Auf Grund des 20-jährigen Jubiläums geht es am „Internationalen Tag der UN-Friedenssoldat*innen" am 29.05.2020 um „Women in Peacekeeping: A Key to Peace“ und die Ehrung der Friedenssoldatinnen.

Informationsmaterial zur Agenda "Frauen, Frieden und Sicherheit"

  • Überlick zur Arbeit von UN Women zu Frauen, Frieden und Sicherheit 
  • Flagship-Initiative "Beteiligung von Frauen an Frieden, Sicherheit und Krisenbewältigung"  
  • Policy Briefing für eine menschenrechtsbasierte und geschlechtergerechte Außenpolitik
  • Stellungnahme der deutschen Zivilgesellschaft zu Deutschlands Engagement im UN Sicherheitsrat
  • Erfolgsbericht über die Schulung von Friedenstruppen bezüglich des Themas sexualisierter Gewalt in Konflikten 
  • UN Women Bericht "Women’s meaningful participation in negotiating peace and the implementation of peace agreements: Report of the Expert Group Meeting" 
  • Globale Studie zur Überprüfung der Resolution 1325 sowie die deutsche Zusammenfassung 

UN Women Deutschland im Bundestag

Miriam Mona Müller während ihrer Stellungnahme.
Bild: Screenshot Parlamentsfernsehen.

Miriam Mona Müller sprach am 11. Mai 2020 als zivilgesellschaftliche Expertin in der öffentlichen Sitzung des Unter-
ausschusses „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ des Auswärtigen Ausschusses. Das Thema war „20 Jahre Sicherheitsrats-Resolution 1325: Zwischenbilanz und Herausforderungen der Agenda Frauen, Frieden, Sicherheit“. Die Aufzeichnung finden Sie hier, ihre Stellungnahme hier.

Stand Mai 2020