UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. | Für die Rechte von Frauen

Kontakt

un mail form
Datenschutzhinweise*

Helfen Sie Frauen in Cox's Bazar

Eine Frau sitzt vor einer Nähmaschine und arbeitet
  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

Rohingya-Frauen

Die Volksgruppe der Rohingya wurde als Minderheit in Myanmar lange Zeit verfolgt, ausgebeutet und diskriminiert. Im August 2017 eskalierte die Situation in Gewalt und Vertreibung. Bei der grausamen ethnischen "Säuberung" wurden mehr als 10.000 Menschen getötet. Hunderttausende flüchteten über die Landesgrenze nach Bangladesch.

Bis heute ist ihre Situation ungeklärt, weil den Rohingya, als nicht anerkannte Volksgruppe, die Staatsbürgerschaft von Myanmar verweigert wird. Weder Bangladesch von Myanmar fühlen sich für den Schutz dieser staatenlosen Menschen verantwortlich. Dies wird seit vielen Jahren von den Vereinten Nationen scharf kritisiert. 

Das Leben von Frauen im weltweit größten Camp für Geflüchtete

Das Camp von Kutupalong in der Region Cox's Bazar in Bangladesch hält den traurigen Rekord, das größte Camp für Geflüchtete der Welt zu sein. Hier leben vor allem Rohingya, eine Volksgrupp aus dem westlichen Myanmar. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich die Lage für die mehr als 850.000 Menschen weiter verschärft. Vor allem die Frauen leiden. 

 

 

"Die Pandemie hat das Leben im Camp noch härter gemacht",

Eine Frau mit ihrem Kind auf dem Arm
erzählt die 25-jährige Nurussafa. "Die Lebensmittelpreise sind explodiert und oftmals gibt es nicht genug, weil die Transporte durch die Corona-Beschränkungen nicht mehr regelmäßig kommen."

 

 

Frauen brauchen verlässliche Informationen

Die Pandemie schränkt die Bewegungsmöglichkeiten der Rohingya-Frauen weiter ein, sodass sie kaum Zugang zu verlässlichen Informationen über das Virus und andere Ereignisse im Camp haben. Deswegen unterstützt UN Women ein selbstorganisiertes Netzwerk von Rohingya-Frauen. Diese Frauen werden in der Vorbeugung von COVID-19 geschult und erklären anderen, wie sie sich selbst und ihre Familien schützen können und was im Fall einer Infektion zu tun ist. 

Die Frauen informieren auch über die Frauenschutzzentren, die UN Women eingerichtet hat. In der Pandemie steigen die Fälle von häuslicher Gewalt spürbar. Es kommt zu mehr Frühverheiratungen von Mädchen. Die psychosoziale Beratung in den Schutzzentren richtet sich auch an diejenigen, die durch grausame Erlebnisse auf der Flucht traumatisiert sind. Hebammen stehen den Frauen bei Gesundheitsfragen sowie beim Thema Selbstbestimmung zur Seite.

UN Women hat außerdem eine Manufaktur für Schutzmasken eingerichtet, in der Frauen im Camp einen Arbeitsplatz finden können. Dadurch können sie genug verdienen, um ihre Familien zu versorgen und sich eine bessere Zukunft aufzubauen.

Hier sind verschiedene Spendenbeispiele aufgezählt