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Workshop beim Global Media Forum

Das Netzwerk Gender@International Bonn, zu dem auch das Deutsche UN Women Komitee gehört, organisierte beim diesjährigen Global Media Forum der Deutschen Welle eine Podiumsdiskussion zum Thema „Closing The Digital Gender Gap“ („Die geschlechtsspezifische digitale Lücke schließen“).

Jaya Jiwatram, Digital & Interactive Media Specialist, von UN Women in New York berichtete, wie UN Women sich bemüht, geschlechtsspezifische Daten zu generieren und zu sammeln, um entsprechende Politikempfehlungen zu geben. Sie betonte die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Konzepts, um geschlechtsspezifischer Unterschiede zu überwinden, da die digitalen Unterschiede nur die realen Unterschiede im politischen und ökonomischen Systemen widerspiegeln und deshalb nicht überraschend seien. Schlüssel zur Überwindung dessen sei der politische Wille der Regierungen, Veränderung gezielt anzustreben und durchzusetzen. Nur so könne man die politischen und strukturellen Barrieren zerschlagen.

Carol Ndosi, Ko-Gründerin der Launch Pad Tansania / Mamaendeleo Foundation, berichtete über ihre erfolgreiche Arbeit mit Frauen in Tansania. Sie brachte als Journalistin, Coach und Social Influencer die mediale Perspektive mit ins Panel und betonte vor allem die vier Schlüsselbegriffe: Zugang (Accessibility), Finanzierbarkeit (Affordability), Einsatz- und Risikobereitschaft (Appetite) sowie nötige Erreichbarkeit (Availability) für Frauen. Frauen profitieren sehr, wenn sie Zugang zu Internet, Mobiltelefonen und Computern haben.

Susanti Bunadi, Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH berichtete von der Entwicklungszusammenarbeit in Indonesien und erklärte praxisnah, dass das Recht auf Gleichstellung nicht einfach realisierbar ist.

Kordula Attermeyer, Staatskanzlei NRW betonte die Notwendigkeit, Geschlechterrollenbilder auszulösen, um dem Gender Gap entgegentreten zu können. Sie berichtete von der deutschen Länderebene, dass gezielte Bildungsangebote helfen können, um die Lücke zu schließen. Anschließend entwickelte sich eine spannende Diskussion mit dem Publikum. 

Moderiert wurde die Diskussion von Christopher Springate, Deutsche Welle.

Hier finden Sie die Aufzeichnung des Livestreams. 

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