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Internationale Konferenz 2021 - A New Deal for Gender Equality

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A New Deal for Gender Equality

Building back better after the pandemic

Schauen Sie sich hier die Aufzeichnung der Veranstaltung (mit Ausnahme der Workshops) an
(eine Dolmetschung ist nicht verfügbar)

You can watch the recording of the conference (apart from the workshops) below.
(Please note that interpretation is not available.)

Please find the English version below.

UN Women Deutschland lud am 16. Juli 2021 zur Internationalen Konferenz "A New Deal for Gender Equality" ein, bei der 170 Vertreter*innen aus 11 Ländern virtuell zusammenkamen. Menschen aus Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten, wie die Umsetzung der Gleichstellung in Deutschland und Europa beschleunigt werden kann. Sie richten konkrete Forderungen an Bundesregierung und Europäische Kommission, um das Nachhaltigkeitsziel 5 Geschlechtergerechtigkeit bis 2030 zu verwirklichen.

Damit knüpft UN Women Deutschland an den Prozess an, der mit den Generation Equality Foren in Mexiko-Stadt und Paris begann, bei denen Vertreter*innen von Regierungen, Philanthropie, Zivilgesellschaft, Jugendorganisationen und dem Privatsektor einen „Globalen Beschleunigungsplan“ für die Gleichstellung der Geschlechter beschlossen. Dies war das bedeutendste internationale Treffen zur Gleichstellung der Geschlechter seit der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.

Links im Bild ist Vincent-Immanuel Herr zu sehen und rechts Martin Speer, beide sind HeForShe Deutschland Botschafter. Sie stehen vor einem Moderationspult.

Die Moderatoren Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer, HeForShe Deutschland Botschafter, berichteten, dass gerade die Pandemie zeigte, dass im Krisenfall Frauen in all ihrer Diversität vielfach härter getroffen werden als Männer. Es fand ein Zurückdrängen in klassische Rollenbilder in der Care- und Hausarbeit statt. Ebenso einen Anstieg an häuslicher Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. Frauen wurden von Entlassungen und Schließungen disproportional getroffen, denn sie arbeiten häufiger in prekären Verhältnissen oder in besonders betroffenen Sektoren, wie Tourismus, Einzelhandel oder Gastgewerbe. Gleichzeitig stehen Frauen in systemrelevanten Berufen an vorderster Linie, alle Risiken inklusive: Frauen machen rund 75% der Beschäftigen im Gesundheitswesen aus und stellen auch einen großen Teil in anderen sozialen Berufen wie Bildung und Erziehung. Und das bei langen Arbeitszeiten und oftmals zu geringer Bezahlung.

Im Bild ist Elke Ferner zu sehen, Vorstandsvorsitzende von UN Women Deutschland. Sie steht vor einem Rednerinnenpult und spricht in ein Mikrofon.

Elke Ferner, Vorsitzende von UN Women Deutschland, ist sich sicher: “Wir brauchen jetzt einen "New Deal" für umfassende Geschlechtergerechtigkeit nach der Pandemie. Frauen müssen an allen Entscheidungen paritätisch beteiligt werden. So weiter zu machen wie bisher verfestigt und vertieft die bestehenden Ungleichheiten. Dem müssen wir aktiv entgegensteuern, wenn wir das SDG Ziel 5 bis 2030 verwirklichen wollen. Wir haben seit Jahren kein Erkenntnis- sondern ein Handlungsdefizit. Und deshalb muss jetzt endlich gehandelt werden!" Gleichstellung und nachhaltige Entwicklung müssen Leitprinzipien in allen Politikfelder werden und in die Wiederaufbaupläne integriert werden. Es dürfen nur noch Maßnahmen beschlossen und finanziert werden, die die Gender Gaps schließen und keine, die sie konservieren oder vergrößern. Wir brauchen einen konkreten Fahrplan zur Schließung aller Gender Gaps mit verbindlichen Zielen und einem stetigen Monitoring, damit die Maßnahmen bei Bedarf angepasst werden können. Es muss ein Leben frei von Gewalt für alle ermöglicht werden.

Im Bild zu sehen ist Christine Lambrecht, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie steht vor einer Deutschland-Flagge und einer EU-Flagge.

Christine Lambrecht, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dankte UN Women Deutschland für die langjährige Partnerinnenschaft und sagte: „Für eine gerechte und freie Gesellschaft kommt es auf die richtigen Rahmenbedingungen an. So leisten wir mit dem beliebten und erfolgreichen Elterngeld einen wesentlichen Beitrag für mehr partnerschaftliche Vereinbarkeit und haben in dieser Legislatur die Möglichkeiten dafür erweitert und flexibilisiert. Außerdem entwickeln wir gemeinsam mit dem gesellschaftlichen Bündnis "Sorgearbeit fair teilen" neue Ideen, die auch dazu beitragen sollen, die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern weiter zu schließen. Wir brauchen faire Löhne, um Geschlechtergerechtigkeit weiter zu stärken. Gerade in den sozialen Berufen geht es dabei auch um eine Frage der Wertschätzung. Ich bin mir sicher, gemeinsam können wir viel bewegen und unser Land weiter voranbringen."

Helena Dalli, EU-Gleichstellungskommissarin sagte: „Unser Ziel und unser Engagement sind klar. Wir wollen, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich und führend sind und neue Chancen in der digitalen und grünen Industrie haben. Frauen müssen durch Maßnahmen auf EU- und nationaler Ebene von frei von Gewalt leben können, auch durch die Prävention und Bekämpfung aller Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Mit politischem Engagement, gezielten Maßnahmen und angemessenen Investitionen der Mitgliedstaaten durch ihre nationalen Konjunkturprogramme können wir die COVID-Krise in eine Chance für mehr Gleichberechtigung für alle verwandeln.“

Im Bild ist Anita Bhatia zu sehen, stellvertretende Exekutivdirektorin von UN Women

Anita Bhatia, stellvertretende Exekutivdirektorin von UN Women, berichtete, dass in 2020 64 Millionen Frauen ihre Jobs aufgegeben mussten oder verloren haben. Einige aufgrund der von ihnen geschulterten, noch stärker gestiegenen unbezahlten Sorgearbeit. Andere, weil sie unsichere, informelle Arbeitsplätze innehatten, denen es an grundlegenden Schutzmaßnahmen fehlte. UN Women geht davon aus, dass allein in 2021 weitere 47 Millionen Frauen und Mädchen in extreme Armut gedrängt werden. Auch Gewalt gegen Frauen stieg weiter an. Anita Bhatia stellte drei Politikbereiche als für einen feministischen Aufschwung zentral heraus: den Aufbau einer Care-Economy, die Schaffung einer nachhaltigen und sicheren Lebensgrundlage für alle sowie die Sicherstellung eines geschlechtergerechten, grünen Übergangs. Finanzierung und die Beteiligung von Frauen sind dabei kritisch. Mehr Informationen gibt es bald im „Feminist plan for sustainability and social justice“ von UN Women. 

Im Bild zu sehen ist Anjum Sultana von YWCA Kanada.

Anjum Sultana von YWCA Kanada erklärte, dass wir die Krise nicht mit den traditionellen Methoden angehen können. Wir brauchen eine neue Herangehensweise - und das ist es, was der Feminist Economic Recovery Plan bietet. Inspiriert von der Arbeit, die in Hawaii geleistet wurde, entwickelten sie und ihr Team zusammen mit dem Institute for Gender and the Economy einen intersektionalen feministischen Wiederaufbauplan für Kanada: 8 Kernforderungen und 27 Empfehlungen. Anjum Sultana betonte zudem: Ein explizit geschlechtsspezifischer Fokus ist für den Wiederaufbau notwendig. Frauen und nicht-binäre Menschen müssen im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Kanada kann dazu beitragen, einen weltweiten feministischen Wiederaufbau auf der voranzutreiben - in internationaler Zusammenarbeit.  

Im Anschluss an die Keynotes wurden verschiedene Themen in vier parallelen Workshops vertieft und jeweils drei Forderungen an Bundesregierung und Europäische Kommission formuliert, denn Gleichstellung muss zum Leitprinzip bei allen Wiederaufbaumaßnahmen werden. Wir brauchen dringend einen Fahrplan, um die Ungleichheiten zu beseitigen.

Diese Forderungen wurden in einer Podiumsdiskussion mit Elke Ferner, Anjum Sultana sowie Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Lesia Radelicki, Kabinettsmitglied der EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli diskutiert und vertieft.

Der erste Workshop, moderiert von Dr. Ursula Schäfer-Preuss, stellv. Vorsitzende UN Women Deutschland, und mit einem Input von Laura Turquet, Policy Advisor and Deputy Chief of Research and Data UN Women, diskutierte das Thema „Gleichstellung der Geschlechter in den Mittelpunkt der Wiederaufbaupläne stellen“. Folgende Forderungen wurden herausgestellt:

Der zweite Workshop, moderiert von Dr. Ursula Sautter, stellv. Vorsitzende UN Women Deutschland, mit einem Input von Carlotta Gradin, stellv. Vorsitzende UN Women Frankreich, beschäftige sich mit dem Thema „Fahrplan, um die Gender Gaps zu schließen“ und erarbeitete die Forderungen:

Der dritte Workshop, moderiert von Nora Teuma, Vorstandsmitglied UN Women Deutschland, mit einem Input von Monika Queisser, Leiterin der Abteilung für Sozialpolitik bei der OECD, beschäftigte sich mit „Wirkungsanalyse für mehr Gleichberechtigung“. Die Teilnehmer*innen erarbeiteten folgende Forderungen:

Der vierte Workshop, moderiert von Andrea Rupp, Vorstandsmitglied UN Women Deutschland, mit einem Input von Asha Hedayati, Rechtsanwältin für Familienrecht und Ausländerrecht, untersuchte das Thema „Beendigung der Gewalt an Frauen“ und formulierten als dringendste Forderungen:

UN Women Deutschland dankt den Referentinnen und Teilnehmenden für ihren bereichernden Input und für die Mitarbeit an Lösungsvorschlägen. Die Wiederaufbaupläne müssen genutzt werden, um die strukturellen Benachteiligungen von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu beseitigen und die Gender Gaps zu schließen. Wir können nicht zulassen, dass mühsam erkämpfte Errungenschaften für die Gleichstellung der Geschlechter durch die Pandemie weiter zunichte gemacht werden. Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Herzlichen Dank an die ehrenamtlichen Unterstützerinnen, die Dolmetscherinnen und die Technik.


UN Women Germany organised an International Conference on "A New Deal for Gender Equality" on July 16, 2021, where 170 representatives from 11 countries met virtually. People from women's and human rights organizations, politics, science and society discussed how to accelerate the implementation of equality in Germany and Europe. They addressed concrete demands to the German government and the European Commission to achieve SDG 5, Gender Equality, by 2030.

In doing so, UN Women Germany is following up on the process that began with the Generation Equality Forums in Mexico City and Paris, where representatives of governments, philanthropy, civil society, youth organizations and the private sector agreed on a "Global Acceleration Plan“ for gender equality. This was the most significant international meeting on gender equality since the Fourth World Conference on Women in Beijing in 1995.

Presenters Vincent-Immanuel Herr and Martin Speer, HeForShe Germany Catalysts, reported that the pandemic showed once more that in the event of a crisis, women in all their diversity are hit harder than men. There was a push back into classic role models regarding care and domestic work. There was an increase in male domestic violence against women and children. Women have been disproportionately hit by layoffs and closures, as they are more likely to work in precarious conditions or in sectors that have been particularly affected, such as tourism, retail or hospitality. At the same time, women are at the forefront of systemically relevant occupations, all risks included: women make up about 75% of the health care workforce and also account for a large share in other social occupations such as education. And they do so while working long hours and often being paid too little.

Elke Ferner, President UN Women Germany, is certain: "We need a "New Deal" now - for comprehensive gender justice after the pandemic. Women must be involved in all decisions on an equal basis. Continuing as before perpetuates and deepens existing inequalities. We must actively counter this if we are to achieve SDG Goal 5 by 2030.  For years, we have not had a lack of knowledge, but a lack of action. And that is why action must finally be taken now!" Gender equality and sustainable development must become guiding principles in all policies and be integrated into recovery plans. Only measures that close the gender gaps and none that conserve or widen them should be adopted and financed. We need a concrete roadmap for closing all gender gaps with binding targets and constant monitoring so that measures can be adjusted as needed. A life free from violence must be made possible for all.

Christine Lambrecht, German Federal Minister for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, thanked UN Women Germany for the longstanding partnership and said, "For a just and free society, the right framework conditions are essential. For example, with the popular and successful parental allowance, we are making a significant contribution to greater compatibility between partners, have expanded the options and made it more flexible in this legislative term. In addition, together with the social alliance "Sorgearbeit fair teilen" ("Sharing care work fairly"), we are developing new ideas that will also help to further close the pay gap between women and men. We need fair wages to further strengthen gender equality. In the social professions in particular, this is also a question of appreciation. I am sure that together we can achieve a lot and move our country forward." 

Helena Dalli, EU Equal Opportunities Commissioner said, "Our aim and commitment are clear. We want women to thrive and lead in the labour market, and have new opportunities in the digital and green industries. Women must be freed from violence thanks to action at the EU and the national levels, including through the prevention and combating of all forms of gender-based violence. With political commitment, targeted action and adequate investment from Member States through their national recovery plans, we can turn the COVID crisis into an opportunity for greater equality for all."

Anita Bhatia, Deputy Executive Director of UN Women, reported that 64 million women left the labor market in 2020. Some because of the even greater increase in unpaid care work they shouldered. Others because they held insecure, informal jobs that lacked basic rights and protections. UN Women projects that an additional 47 million women and girls will be pushed into extreme poverty in 2021 alone. Violence against women also continued to rise. Anita Bhatia highlighted three key policy areas as critical to a feminist recovery: building a care economy, creating sustainable and secure livelihoods for all, and ensuring a gender-equitable green transition. Funding and women's participation are critical to these efforts. More information will be available soon in UN Women's "Feminist plan for sustainability and social justice." 

Anjum Sultana of YWCA Canada, explained that we cannot use the traditional tactics to address the crisis. We need a new playbook to tackle it head on and that is what the Feminist Economic Recovery Plan offers. Inspired by the work done in Hawai'i, together with the Institute for Gender and the Economy, she and her team developed an intersectional feminist recovery plan for Canada: 8 Pillars and 27 recommendations. Anjum Sultana also stressed: An explicit gendered focus is necessary for the recovery. Women, two-spirit and gender diverse people need to be at the center of recovery discussions. Canada can contribute to advancing a feminist recovery around the world – in international collaboration.  

Following the keynotes, various topics were explored in depth in four parallel workshops and three demands each were formulated for the German federal government and the European Commission, because equality must become the guiding principle in all recovery measures. We urgently need a roadmap to eliminate inequalities.

These demands were discussed and deepened in a panel discussion with Elke Ferner, Anjum Sultana as well as Juliane Seifert, State Secretary at the Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, and Lesia Radelicki, Cabinet Member of the EU Equal Opportunities Commissioner Helena Dalli.

The first workshop, moderated by Dr. Ursula Schäfer-Preuss, Vice President UN Women Germany, and with input from Laura Turquet, Policy Advisor and Deputy Chief of Research and Data UN Women, discussed the topic "Putting Gender Equality at the Heart of Reconstruction Plans." The following demands were highlighted:

  1. Investing in feminist organisations and their sustainable long-term funding
  2. Equal representation on all decision-making and preparatory bodies for combatting the consequences of the pandemic
  3. All reconstruction measures must be geared to the goal of gender equality + introduction of an impact analysis for all measures and expenditures.

 

The second workshop, moderated by Dr. Ursula Sautter, Vice President UN Women Germany, with input from Carlotta Gradin, Vice President UN Women France, focused on "Roadmap to close the gender gaps" and decided upon the demands:

  1. Eliminating the wage gap for equal work and work of equal value, (In Germany in particular by upgrading the social professions, improving the law on transparent pay, the right of associations to sue, expanding interim part-time work, eliminating all disadvantages for part-time employees, the creation of decent jobs that include social insurance).
  2. A fair distribution of unpaid care work, regardless of gender (In Germany in particular through a legal right to all-day care for children up to the age of 10, family working hours, gender-responsive advancement of parental allowance and the introduction of paid and gender-responsive caregiver leave, as well as affordable day care close to home and household services).
  3. A step-by-step plan for parity by 2030 on the management and supervisory boards of all companies listed on the stock exchange or companies with more than 500 employees, as well as parity laws for all parliaments.

 

The third workshop, moderated by Nora Teuma, Board Member UN Women Germany, with input from Monika Queisser, Head of the Social Policy Division at the OECD, focused on "Impact Assessment for Greater Gender Equality." The participants came up with the following demands:

  1. When developing measures, their positive impact on equality must be verified and demonstrated using clearly defined indicators.
  2. Gender equality strategies at national and international level must be placed on a binding legal basis, subjected to continuous and independent monitoring, and underpinned by action plans based on indicators so that SDG Goal 5 can be achieved by 2030.
  3. The introduction of gender-responsive budgeting with gender budgeting as an analytical tool and the consistent linking of all public grants with the advancement of women, as well as the introduction of the advancement of women and equal pay as criteria in the awarding of public contracts.

 

The fourth workshop, moderated by Andrea Rupp, Board Member UN Women Germany, with input from Asha Hedayati, Attorney for Family Law and Foreigners Law, explored the topic of "Ending Violence against Women" and formulated as most urgent demands:

  1. The ratification and unconditional implementation of the Istanbul Convention throughout Europe. This also includes national programs for the prevention of violence and a legal right to protection and support in order to ensure access to the help system and a need-based range of support.
  2. The prevention and effective punishment of femicides; to include misogynistic violence and hatred of women as a separate category in the police crime statistics, and to train and sensitize investigating authorities in this area.
  3. To effectively combat digital violence against women and girls on the internet, in social media and in messenger services, and to provide comprehensive training for judges, public prosecutors and the police on the subject of digital violence and its consequences.

 

UN Women Germany sincerely thanks the speakers and participants for their enriching input and for collaborating on proposed solutions. The recovery plans must be used to eliminate the structural disadvantages of women in all areas of society and to close the gender gaps. We cannot allow hard-won gains for gender equality to be further undone by the pandemic. Thank you all for your efforts!

Many thanks also to the volunteer supporters, interpreters, and technicians.  

Last update July 2021