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Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt

Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt

Photo: UN Women/ Ryan Brown

Nach Schätzungen leben mehr als 370 Millionen Menschen indigener Abstammung in über 70 Staaten weltweit. Indigene Frauen begegnen zahlreichen Formen von Diskriminierung und Gewalt, sowohl in Bezug auf ihr Frausein als auch als Personen indigener Herkunft. Zur Überwindung dieser Probleme, stellen sie sich täglich verschiedenartigen Hürden.

Der Fokus des diesjährigen „International Day of the World’s Indigenous Peoples – Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt“ am 9. August liegt auf dem Thema: „Post-2015-Agenda: Sicherung von Gesundheit und Wohlergehen der indigenen Bevölkerungsgruppen“. Indigene Frauen erfahren überdurchschnittlich große Erschwernisse in Bezug auf den Zugang zu Gesundheitsfürsorge, haben erhöhte Raten von Mütter- und Säuglingssterblichkeit, Fehlernährung sowie Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Malaria. Obwohl auf den Beitrag indigener Frauen zur Gesundheit und Wohlergehen ihrer Familien gezählt wird, müssen sie regelmäßig Hindernisse überwinden, um auf die Ressourcen für ein besseres Leben, wie eine Ausbildung oder Grundbesitz, zugreifen zu können.

UN Women unterstützt indigene Frauen in der ganzen Welt aktiv um sicherzustellen, dass ihre Rechte respektiert werden und ihren Anliegen durch die Programme des „Fund for Gender Equality - Treuhandfonds für die Geschlechtergleichstellung“ zur Förderung wirtschaftlicher Emanzipation und politischer Teilhabe Gehör verschafft wird. Der UN Treuhandfonds setzt sein Geld ein, um Gewalt gegen indigene Frauen und Mädchen zu beenden sowie zu Gunsten anderer zielgerichteter Forschung und Programme von UN Women.

Blickpunkt auf Asien und den pazifischen Raum: Geschätzte 70 Prozent der indigenen Völker dieser Welt leben in Asien und dem pazifischen Raum. Programme und die Treuhandfonds von UN Women haben durch bestärkende Lobbyarbeit und Informationsbereitstellung zu den Frauenrechten eine Änderung im Leben dieser indigenen Frauen herbeigeführt.

Einige unserer Wirkungsbereiche mit indigenen Frauen und Mädchen:

Thailand verliert an Boden

Für viele der indigenen Völker weltweit schmälert der Verlust ihres angestammten Landes ihre Überlebenschancen. Ihre Kultur droht zu verschwinden. In Thailand schlossen sich indigene Frauen dem Kampf für Gerechtigkeit an – und für die Zukunft ihres Volkes. „UNTV’s 21st Century“-Nachrichtenmagazin erzählt ihre Geschichte in diesem für UN Women produzierten Video.

Indigene Frauen der Philippinen lernen ihre Rechte kennen

Frauen und Männer des indigenen Volkes der Dibabawon von den Philippinen nahmen an einem Training teil, das darauf abzielte, das Bewusstsein für Geschlechtergleichstellung unter indigenen Frauen und Männern zu schärfen. Es diente insbesondere auch der Erweiterung ihrer Kenntnisse über den Schutz von Frauen und Kindern. Hier erhalten Sie weitere Informationen (englisch).

Die Auswirkungen von Landenteignung auf indigene Frauen

Ein Projekt, das in Kambodscha, Indien und Indonesien Lobbyarbeit für die Rechte von Frauen auf Grundbesitz unterstützt und die vitale Rolle indigener Frauen für das Gemeinwesen anerkennt.

Mehr Informationen zu dieser Arbeit und Publikation erhalten Sie hier in englischer Sprache

In ihren eigenen Worten:

"Ich wusste nichts über die Rechte auf die ich einen Anspruch habe und besaß keine Kenntnisse darüber, bei wem und wo ich bei einer Verletzung meiner Rechte Hilfe erfragen könnte. Nun bin ich informiert und ich werde dieses Wissen mit den anderen Frauen in der Gemeinschaft teilen."
Frau Rebecca Tompong, 40 Jahre alt, vom Stamm der Dibabawon

"Das Training zu Gewalt gegen Frauen und Kinder hat mir ein Verständnis für Kinderrechte nahegebracht. Ich werde es bei meinen Kinder anwenden. Immer wenn mein Sohn einen Trotzanfall hat, werde ich diesen nicht mit Schlagen oder ihm wehtun beantworten. Ich werde mit ihm reden und mein Kind auf eine angemessene Art und Weise erziehen."
Frau Mary Jane Sagubay, 30 Jahre alt, vom Stamm der Dibabawon

"Ich habe erfahren, dass es bereits von der Regierung in Kraft gesetzte Gesetze zum Schutz von Frauenrechten gibt. Das bedeutet für mich, dass unsere Regierung mit der Durchsetzung dieser Gesetze die Frauen in der Gesellschaft rüstet."
Frau Lolita Bundan, 51 Jahre alt, Bisaya

Diese Übersetzung wurde durch die ehrenamtliche Unterstützung von Livia Nink erstellt. Den englischen Originaltext können Sie hier finden.

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